Ticker Arbeiten 4.0 (KW 14/2015)

Chancen der Industrie 4.0

Industrie 4.0 steht für die Vernetzung von Produkten, Maschinen und Werkstoffen, dem Prozess zum Internet der Dinge. Die vierte industrielle Revolution, die Digitalisierung stellt eine Herausforderung für die alte traditionelle Arbeitswelt da, bietet aber auch die Chance auf enormes Entwicklungspotenzial wie zum Beispiel günstigere Einzelproduktion durch Smart Services. Voraussetzung dafür ist allerdings die rechtzeitige Umstellung auf neue Geschäftsmodelle.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/cebit/cebit-maschinenbauer-trumpf-setzt-auf-die-industrie-4-0-13484660.html

 

Wie sieht die Zukunft der Arbeit in der digitalen Welt aus?

Die digitale Revolution macht neue Formen der Arbeit notwendig. Informationen und Wissen werden in der aufkommenden Kreativwirtschaft die traditionellen Ressourcen Rohstoff, Kapital und Arbeit auf die hinteren Ränge verdrängen. Allgemein vollzieht sich eine „Verflüssigung der Arbeit“, die neue Arbeitsstrukturen, flache Hierarchien und veränderte Definition von Arbeit hervorbringt.

Ein Interview von Richard David Precht mit dem Internetvordenker Sascha Lobo: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2260890/precht.zdf.de#/beitrag/video/2260890/Die-Zukunft-der-Arbeit

 

Digitalisierung lässt Grenzen verschwimmen und verändert den Büroalltag

Hierarchische Strukturen hemmen Kreativität und Innovation. Stattdessen braucht es flachere Führungsstrukturen, die Kommunikation verbessern und Netzwerkbildung unterstützen. Normallarbeitsverhältnisse werden zur Ausnahme, denn das Internet löst den Raum- und Zeitbezug der Arbeit auf. Das heißt auch Mitarbeiter werden selbstständiger bzw. müssen selbstständiger werden.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/zukunft-der-arbeit-was-die-digitale-revolution-mit-uns-macht-1.2379159

 

Ruhmreiche Industrieriesen vs. Technologiegiganten

Europa fehlen die Tech-Champions und so bedroht die digitale Avantgarde aus dem Silicon Valley die alte (westliche) Welt. Eine Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger warnt vor Milliarden Umsatzeinbußen der europäischen Industriebranche, sollte sie die Verschiebung der Wertschöpfung in den digitalen Bereich nicht rechtzeitig wahrnehmen. Auch der BDI befürchtet, dass die deutsche Industrie den Anschluss an die digitale Revolution verpassen könnte. Abhilfe könnte europäisches, virtuelles Silicon Valley bieten.

http://www.welt.de/wirtschaft/article138427072/Deutscher-Wirtschaft-droht-feindliche-Uebernahme.html

 

Chinas IT Branche setzt zum Überholen an

Die Technikfirmen aus Fernost wollen in Zukunft auf dem globalen IT Markt ganz vorn mit dabei sein und so lassen sich die IT-Topmarken des diesjährigen Partnerlandes der Cebit von insgesamt fast 600 Ausstellern in Hannover vertreten. Noch liegt die chinesische Innovationskraft zwar hinter der westlichen Stärke, doch im Reich der Mitte kommen gerade für IT-Firmen mehrere besonders günstige Wachstumsfaktoren zusammen.

http://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/cebit2015/china-auf-der-cebit-vom-imitator-zum-innovator/11500652.html?sw=apple

 

Ist Deutschlands digitale Agenda realistisch oder eher geprägt von Selbstzufriedenheit?

Deutschland scheint es mehr als gut zu gehen und die Industrie 4.0 soll auch den deutschen Traditionsbranchen neuen Schub geben. Der digitale Wandel revolutioniert nicht nur die Art des Wirtschaftens und Arbeitens sondern auch die Art unseres Zusammenlebens. Doch sind unsere Wirtschaftsstrukturen, die noch vom späten 19. Jahrhundert geprägt sind dem gewappnet?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/digitale-revolution-die-deutsche-wirtschaft-ist-zu-zufrieden-a-1023507.html

124 mal gelesen



Autor/in

Sabrina Bode Unternehmen in der Gesellschaft E-Mail: Nachricht schreiben Twitter Website: bertelsmann-stiftung.de Profil

Bertelsmann Stiftung, Mitarbeiterin im Programm "Unternehmen in der Gesellschaft"

Kommentar verfassen