Ticker KW 20/56

Nationale Regelungen haben in der digitalen Welt keine Durchsetzungskraft

Sigmar Gabriel will die Buchpreisbindung auch für E-Books durchsetzen. Das hat eine ähnliche Erfolgswahrscheinlichkeit wie eine deutsche Regelung zum Sonntagsverkaufverbot bei Amazon. Es ist nicht möglich die digitale Welt an nationalen Grenzen abzustecken. Der digitale Markt entzieht sich den bisher klassischen Regelungsgehalten, da er eine immer stärkere und für den Einzelnen unüberschaubare Dynamik entwickelt.

http://www.tagesspiegel.de/politik/buchpreisbindung-auch-fuer-e-books-sigmar-gabriel-als-digitaler-bremser/11755966.html

 

Digitaler Binnenmarkt für Europa

Die bisherigen Regelungen zum grenzüberschreitenden Datenaustausch, Telekommunikation und Onlinehandel sind nicht mehr zeitgemäß. Deswegen hat sich die Europäische Kommission vorgenommen ein neues Gesetzesprogramm zu den Themen rund um das digitale Urheberrecht, Geoblocking  und ähnliches zu entwerfen. Der dafür angesetzte Zeitraum von zwei Jahren wird mit Sicherheit mit hitzigen Diskussionen gefüllt sein.

http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/aufbruch-in-die-digitalzeit–104470436.html

 

Welche neuen Wettbewerber bringt die Digitalisierung hervor?

Unternehmen aus allen Branchen müssen in Zukunft damit rechnen mit ungewöhnlichen Konkurrenten konfrontiert zu werden. Für die Medien und Händler ist das im Angesicht von Google, Amazon und Zalando schon lange gelebte Realität. Die Automobilbranche oder der Maschinenbau dagegen nehmen den Druck der Seiteneinsteiger wie Tesla und ähnlichen allerdings scheinbar noch nicht ernst genug.

https://netzoekonom.de/2015/04/26/woher-die-digitalen-angreifer-kommen/

 

Auch Banken brauchen eine neue Leistungskultur und innovative Organisationsformen

Die Digitalisierung macht auch vor dem Finanzbereich keinen Halt. Auch hier müssen die Akteure ihre Mitarbeiter, die Geschäftsmodelle und Organisationsstrukturen auf die digitale Revolution einstellen. In fast jeder Branche gibt es mindestens ein Beispiel, in dem ein „Big Player“ im Zug des technologischen Wandels in die Bedeutungslosigkeit abgetaucht ist. Auch im Bereich der Finanzdienstleistungen machen sich die neuen „FinTech“, die Non- oder Nearbanks, zum Überholen bereit.

http://www.it-finanzmagazin.de/digitalisierung-leistungskultur-und-fluide-organisation-als-loesungsansatz-der-zukunft-14280/

 

Der Mittelstand muss lernen, seine Stärken für die digitale Transformation zu erkennen

Die Szenarien für den Mittelstand schwanken zwischen digitaler Apokalypse auf der einen Seite und digitalem Düsenantrieb auf der anderen Seite. Fazit daraus ist, dass in jedem Fall der Transformationsdruck hoch ist. Die Mittelständler können aber ihre speziellen Charakteristika von soliden Strategien und starken Kundenbeziehungen gepaart mit relativer Flexibilität und unternehmerischer Freiheit für digitale Transformation nutzen. Sie müssen nur ihre Stärken erkennen und IT verstärkt als zukünftig hilfreiche Grundlage für neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle verstehen.

http://www.huffingtonpost.de/hannes-haefele/mittelstand-digitalisierung-loesungen_b_7230544.html

 

Industrie 4.0 verändert auch das Risikomanagement

Auf der einen Seite helfen die neuen technologischen Möglichkeiten das Risikomanagement zu vereinfachen. So informiert die Vernetzung der Maschinen der Schenck Process Group bspw. schnell über notwendigen Austausch der Teile und verringert das Risiko von Produktionsausfällen. Auf der anderen Seite entstehen allerdings in Bereichen Daten, Regulierung und Compliance neue Risiken, die gemanagt werden müssen.

http://versicherungswirtschaft-heute.de/maerkte/risikomanagement-der-industrie-4-0/

91 mal gelesen



Autor

Sabrina Bode Unternehmen in der Gesellschaft E-Mail: Nachricht schreiben Twitter Website: bertelsmann-stiftung.de Profil

Bertelsmann Stiftung, Mitarbeiterin im Programm "Unternehmen in der Gesellschaft"

Kommentar verfassen