Handwerk 4.0 bezeichnet einen neuen Standard in der Mitarbeiterführung. Die sozialen Kompetenzen der Führungskräfte stehen hier im Fokus. Führungskräfte entwickeln sich zu Zukunfts-Coaches. Sie schaffen hohen Nutzen für Kunden, hohen Nutzen für die Mitarbeiter, gestalten neue Arbeitsumfelder für stressreduziertes, sinnvolles und kreatives Arbeiten, und sie sorgen sich um die konzentrierte Vermittlung von Inhalten und Wissen. Ihnen ist klar, dass sie ihre Mitarbeiter bei Laune halten müssen, und das nicht durch Tschaka-Spaßprogramme, sondern durch gemeinsame Werte, Ziele und die Chance auf persönliche Weiterentwicklung.

Handwerksbetriebe tun sich schwer

Handwerksbetriebe mit nicht klar erkennbarem Konzept tun sich schwer Auszubildende und Mitarbeiter zu finden. Da es keine ausreichende Zahl von Fachkräften auf dem Markt gibt müssen Unternehmen aber auf jeden Fall selber ausbilden, um so ihren Fachkräfte-Nachwuchs zu sichern. Und da auch Ausbildungsbewerber knapp sind müssen sich Unternehmen mit transparenten Unternehmenskonzepten bei Bewerbern bewerben. Sie tun gut daran, die Grund- und Weiterqualifizierung der jungen Menschen in ihr Ausbildungsbudget einzuplanen. Perfekt passende Bewerber werden sie nicht (mehr) finden, die müssen firmenintern entwickelt werden, und dazu gehört neben der fachlichen Schulung auch die Entwicklung von sozialen Kompetenzen.

Handwerksbetriebe die nicht ausbilden und auf eine Entspannung der Lage am Fachkräftemarkt hoffen, werden vom Markt verschwinden. Viele traditionell arbeitende Handwerksbetriebe finden keine Nachfolger, und sehr viele kleine Betriebe können sich nicht mehr finanzieren. Der einfache Handwerksbetrieb ist am Ende seiner Möglichkeit angelangt, der High-Quality Dienstleister mit dem höchsten Kundennutzen überlebt. Professionell gemanagt, betriebswirtschaftlich vernünftig aufgestellt, innovativ und mitarbeiterorientiert geführt – so sieht das erfolgreiche Handwerksunternehmen 4.0 aus.

Zukunftseinschätzung

In vielen Unternehmen laufen Theaterstücke, in denen die Schauspieler keine Ahnung haben, auf welche Weise sie in ihrer Rolle zur Gesamtheit beitragen. Sie verstehen nicht was um sie herum vor sich geht, welche Entwicklungen der Betrieb durchläuft und wie sie ihre Zukunft einschätzen sollen. Mitarbeiter müssen verstehen, warum sie tun, was sie tun. Das gilt für jeden Betrieb, für jedes Unternehmen. Die Zeiten sind vorbei, in denen ein Angestellter oder Arbeiter befehlsorientiert teileffizient vor sich hin werkelt. Wer zwei Hände einstellt bekommt auch ein Gehirn. Und das braucht inspirierendes Futter, sonst leistet es nichts, dabei wäre es gerade schade, mögliche Potentiale nicht zu nutzen.

Zukunfts-Coaches haben verstanden, dass sie Regisseure ihres eigenen Stücks sind, dass nur sie es in der Hand haben, wie sich ihre Mitarbeiter entwickeln. Wer nichts weiß fragt nicht, nicht fragt versteht nicht. Wer nicht versteht sieht in dem was er tut keinen tieferen Sinn. Mitarbeiter wollen aber Sinn in ihrer Arbeit erkennen, und es ist die dringlichste Aufgabe des Zukunfts-Coaches, ihnen Sinn zu geben und damit ihre Bindung an das Unternehmen zu stärken.

410 mal gelesen