Die Zukunft der Arbeit – in digitalen und ländlichen Regionen

Monika Jaskula vom Internet und Gesellschaft Collaboratory hat mich auf die folgende Ausschreibung des Colab zu „Digitalen Regionen“  aufmerksam gemacht, die ich hier im Anschluss gern poste. Die Digitalisierung wird, wenn wir in Deutschland irgendwann eine flächendeckende und international wettbewerbsfähige digitale Infrastruktur haben sollten, „Ländlichkeit“ und „Urbanisierung“ vollkommen neu definieren. Das Leben auf dem Lande wird in einer digitalen Welt neuen Schwung erhalten, da nahezu alle Gründe zum Wohnen in der Stadt obsolet werden. Wie eine solche digital-ländliche Region aussehen könnte, wird in der unten genannten Initiative diskutiert werden. Jede/r Interessierte ist zum Mitmachen eingeladen.

Hiermit möchten wir Sie auf die 11. und gemeinsame Initiative des Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V. und Unternehmen für die Region e.V. unter dem Titel „Digitale Region – Aus dem Land, für das Land“ aufmerksam machen, für die Sie sich ab sofort als ExpertIn bewerben können:

Bewerbungsformular für die Initiative

Das Internet & Gesellschaft Collaboratory (kurz: CoLab) ist eine offene Experten- und Interventionsplattform und möchte die Wechselwirkungen zwischen Internet und Gesellschaft unter Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven mit relevanten Stakeholdern betrachten und diskutieren – interdisziplinär und praxisbezogen. Im Rahmen der CoLab-Initiativen treffen sich ExpertInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, um in einem begrenzten Zeitraum ein aktuelles Thema zu erörtern.

Unternehmen für die Region e.V. (UfdR) ist ein gemeinnütziger Verein, der als bundesweite Plattform 20 regionale und unternehmensinitiierte Netzwerke vereint, die im interdisziplinären Verbund regionalen Herausforderungen in konkreten Projekten begegnen. Die Frage nach den Auswirkungen des digitalen Wandels auf Geschäftsmodell, Mitarbeiter und Arbeitsorganisation ist für die KMU dabei zentral.

Zur 11. Initiative:

Die fortschreitende Digitalisierung bietet großes Potenzial, ländliche Regionen für die Zukunft zu wappnen und Herausforderungen wie Landflucht, demografischem Wandel und Infrastrukturverfall entgegen zu wirken. Die Initiative “Digitale Region” erarbeitet deshalb konkrete Lösungsansätze in Form von digitalen Strategien und Geschäftsmodellen, mit denen  beispielsweise der Fachkräftemangel reduziert, die Daseinsvorsorge aufrecht erhalten und Lebensqualität in mittleren und kleinen Städten sowie im ländlichen Raum erhalten oder gar verbessert werden kann. Dazu kollaborieren die ExpertInnen erstmalig mit regionalen Netzwerken, die sich mit ihren Stärken, lokalen Strukturen und bereits etablierten Modellen den Chancen des digitalen Wandels öffnen wollen.

Unternehmen und Institutionen können die Initiative zudem als Förderer unterstützen. Genaueres finden Sie hier.

Ab sofort ist es möglich, sich als ExpertIn zu bewerben:

Bewerbungsformular für die Initiative

Alle Informationen finden Sie auch hier:

http://www.collaboratory.de/

http://blog.collaboratory.de/

Wir würden uns sehr über Ihre Bewerbung freuen!

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Autor/in

Dr. Ole Wintermann Unternehmen in der Gesellschaft E-Mail: Nachricht schreiben Facebook Twitter Website: linkedin.com Profil

Dr. Ole Wintermann hat an den Universitäten Kiel, Göteborg und Greifswald VWL…

Kommentare

  1. / von Uwe Mergel

    Ländliche strukturschwache Regionen werden und sind oft abgehängt von wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen, der Nahverkehr wird oft eingestellt, reduziert, viele Menschen kommen kaum noch zu Behörden, Ämtern, zu Bildungsstätten, zu Veranstaltungen hier und da, man ist auf die eigene Mobilität angewiesen. Oft fehlen auch Ärzte und Fachärzte in der Nähe, arbeits- und lernwillige Menschen kommen kaum zur Arbeit, finden hier kaum Arbeit, ich spreche da aus eigener Erfahrung. Digitalisierung kann da helfen, ist aber nicht die alleinige Lösung. Die Menschen brauchen auch in ländlichen Regionen Zukunftsperspektiven vor Ort, in der Nähe, Arbeit muss zu fairen Bedingungen vorhanden und erreichbar sein. Wir leben in einer immer mehr alternden Gesellschaft, da muss man auch gerade in ländlichen Regionen mehr Dienstleistungen greifbar für ältere und gesundheitlich oft eingeschränkte Menschen schaffen, Dienst am und für Menschen u.a. auch mit mobiler Digitaltechnik. Und wir brauchen auch bitte in diesen Regionen die versprochene Arbeit für Menschen ab 50+, die ja nun am besten noch länger arbeiten sollen, weil sie länger leben. Da müssen sich Wirtschaft und Politik mehr bewegen gerade für diese Aufgabe. Ansonsten verlassen immer mehr junge Menschen diese Regionen und zurück bleiben die älteren Leute, Menschen, die nicht pendeln wollen oder können, Regionen sterben so aus.

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