Ein forschender Blick in die Zukunft der Personalentwicklung

Die Diskussion um die Zukunft der Arbeit (und der Personalentwicklung) ist in der Gegenwart von einer Parallelität verschiedener Zeitebenen gekennzeichnet: Für einige Bereiche bieten der wissenschaftliche und der professionelle Diskurs seit langer Zeit bereits Lösungen und Möglichkeiten, während die Praxis zum Teil noch nicht so weit ist, wie der Diskurs es vermuten ließe, und während kreative VordenkerInnen und ZukunftsforscherInnen bereits beim nächsten Kapitel der Geschichte sind.

Ein Bestandteil der Zukunft der Arbeit wird die Zukunft einer Form der Personalentwicklung sein. Die „kompetenzorientierte Wende“ (Arnold/Bloh, 2009) ist vollzogen, die Prinzipien der Selbstorganisation und des informellen Lernens sind bekannt und es wird lebhaft debattiert, wie der Übergang zu einer Wissensgesellschaft insgesamt vollzogen werden kann und wird.

Dabei geraten auch die Führungskräfte von Organisationen als potentielle Entwickler ihrer MitarbeiterInnen in das Blickfeld: Wer entscheidet in Zukunft über PE-Bedarfe? Welche Aufgaben und Rollen übernehmen Führungskräfte in der Zukunft im Kontext der Personalentwicklung? Welcher Möglichkeiten und Instrumente werden sie sich bedienen können? Ist das wünschenswert, und wenn nicht: Welche Alternativen gibt es?

Um eine Antwort auf diese Fragen zu erhalten, habe ich PersonalleiterInnen mittelständischer und großer Unternehmen in ausführlichen Experteninterviews befragt und zudem WissenschaftlerInnen und VordenkerInnen mit einem schriftlichen Fragebogen um Auskunft gebeten.

Aus den Ergebnissen der Befragungen habe ich Zukunftsszenarien zum Thema „Aufgaben und Rollen von Führungskräften in der betrieblichen Personalentwicklung“ abgeleitet.

Jetzt benötige ich Eure Expertise: Ich möchte Euch gerne bitten einzuschätzen, wie wahrscheinlich und wie wünschenswert die Szenarien jeweils sind. Zur 2. Stufe der Befragung geht es hier.

Diese sogenannte zweistufige Delphi-Befragung erfolgt im Rahmen meiner Masterthesis im Fach pädagogische Organisationsentwicklung an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz. Die Auswertung geschieht vollständig anonym.

Herzlichen Dank aus Koblenz für Euer Interesse und Eure Unterstützung!

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Autor/in

Florian Brendebach E-Mail: Nachricht schreiben Twitter Profil

Florian Brendebach hat Wirtschaftspsychologie (B.A.) und Organisationspädagogik (M.A.) studiert und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich „Forschung und Entwicklung in Organisationen“ am Institut für Pädagogik der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz. Aktuell promoviert er über „Agile Personalentwicklung – Chancen, Herausforderungen und Konzepte“. Im Sommer 2017 war er nebenberuflich als externer Fachgutachter für (digitale) Kompetenzentwicklung für das SQ-Programm der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH tätig. Das Thema der Kompetenzentwicklung bildet den Schwerpunkt seiner universitären Lehre.

Kommentare

  1. / von Julius

    Ich denke die Praxis wird, zumindest in einigen Teilen, noch eine ganze Weile nicht so weit sein wie die Theorie das gerne hätte. Das ist allerdings ein Phänomen das sich nicht nur auf hier anwenden lässt sondern auf viele Bereiche ausgebreitet werden kann. Interessant fand ich auch wie die Arbeit im Jahre 2050 ist, passt hier ganz gut: http://blog.newsearch.de/ai-arbeiten-im-jahr-2050/

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