Studie zur digitalen Zukunft auf dem Land

Kennt ihr gute Beispiele?

Wir (die Initiative „Digitale Region“ des Internet und Gesellschaft Collaboratory wird auch vom Projekt „Zukunft der Arbeit“ der Bertelsmann Stiftung unterstützt) wollen wissen, welche Chancen (und Risiken) die Digitalisierung für den ländlichen Raum als Ort zum Arbeiten und Leben mit sich bringt. Genauer noch interessiert uns, welche Rolle Unternehmen und Selbständige dabei spielen können. Wo engagieren sich Unternehmen und Selbständige für ihre Region und nutzen dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung? Wir sind auf der Suche nach (guten) Beispielen, an denen man erkennen kann, was dem Landleben hilft. Von der Organisation von Computer- und Programmierkursen über die Einrichtung von Co-Working-Spaces bis hin zur Programmierung einer Sharing-Plattform fallen uns viele Möglichkeiten ein, aber noch haben wir nicht viele gefunden – draußen auf dem Land.

Für die Studie sammeln wir Beispiele, die wir dokumentieren und genauer untersuchen wollen. Die Akteure vor Ort wollen wir fragen, was sie bewegt, sich zu engagieren, was Ihnen hilft und was sie einschränkt. Wenn Ihr Beispiele kennt, wo Unternehmen oder Selbständige mit digitalen Projekten etwas unternehmen, das nicht nur ihnen selbst und ihren zahlenden Kunden nützt, sondern auch Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung für die Region zeigt, dann schreibt bitte Eure Beispiele in diese Google-Tabelle: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1MDUMijDyu20BXH2aEKhud12xcETJLnmD1ssu3rO2E1c/edit?usp=sharing

Einordnung der Umfrage in den Themenkontext

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt grundlegend. Es ändern sich sowohl Inhalte, als auch Prozesse und Organisation von Arbeit – und das in allen Berufs- und Unternehmensfeldern. Das kann nicht ohne Einfluss auf die Standortmuster und –anforderungen bleiben. Der ländliche Raum wird häufig als Defizitraum beschrieben mit weniger Arbeitsplätzen, weniger Infrastruktur und weniger jungen Menschen. Die Bewohnerinnen und Bewohner sehen jedoch vor allem die Vorteile der Beschaulichkeit, der Übersichtlichkeit und der naturnäheren Umgebung, die für sie ein Gewinn an Lebensqualität darstellt. Je nach Definition lebt ein größerer oder zumindest ein großer Teil der bundesdeutschen Bevölkerung im ländlichen Raum und nimmt für die dort vorgefundene Lebensqualität auch weite Pendelwege zu attraktiven Arbeitsplätzen in Kauf.

Die Digitalisierung einer Vielzahl von Prozessen in unterschiedlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Organisationen ermöglicht theoretisch eine stärkere Loslösung von überkommenen Standortmustern. Die Arbeit aus der Ferne wird durch die zunehmende Verfügbarkeit digitalisierter Prozesse in Wirtschaft und Verwaltung tendenziell erleichtert – auch hier steht eine empirische Überprüfung noch aus, ob grundsätzliche denkbare räumliche Flexibilisierungen in der Praxis auch realisiert werden können oder zum Tragen kommen.

P.S. Wenn ihr Fragen zur Umfrage oder zur Themeninitiative habt, wendet euch gern direkt an mich. Der Umfragepink wird ca. 2 Wochen aktiv bleiben. Wenn ihr Interesse an den Ergebnissen habt, tragt gern eure Kontaktdaten in die Tabelle ein.

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Michael Lobeck E-Mail: Nachricht schreiben Twitter Website: promediare.de Profil

Michael Lobeck arbeitet freiberuflich als Moderator und Berater in der Stadt- und…

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