Bereits zu Beginn des Semesters und somit zum Start unseres semesterübergreifenden Projektes (SÜP) „Zukunft der Arbeit“ unter der Leitung von Prof. Dr. André Niedostadek (Hochschule Harz) und Dr. Alexandra Schmied (Bertelsmann Stiftung) war eine Exkursion zur Bertelsmann Stiftung angedacht.

Dieser freundlichen Einladung konnten wir nicht widerstehen und haben, gemeinsam mit unserem gesamten Kurs, einen Exkursionstag nach Gütersloh unternommen.

Die Arbeitsgruppe „SÜP“ der Fachhochschule zu Besuch bei der Bertelsmann Stiftung und in Gütersloh. In den kommenden Monaten werden aus dieser Gruppe vier unterschiedliche Projekte zum Thema „Zukunft der Arbeit“ entstehen.

Hier sollten wir einen Eindruck von moderner Arbeit und den verschiedenen Möglichkeiten, die uns die Zukunft und die in der Entwicklung befindlichen Möglichkeiten – technischer als auch menschlicher Art und Weise -, kennenlernen, insbesondere auch in Bezug auf Arbeitsorganisation und -umsetzung.

Alexandra Schmied hat den Projekttag eröffnet und alle Teilnehmenden freundlich begrüßt. Im Anschluss folgten dann drei spannende und lehrreiche Vorträge rund um das Thema Arbeit.

Science-Fiction Roman oder Realität?

Der erste Vortrag von Ole Wintermann beschäftigte sich mit den technischen Möglichkeiten der zukünftigen Arbeit. Was für uns teilweise wie ein Science-Fiction-Roman klang, ist aber in einigen Bereichen der Industrie schon Realität. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) ist heute zwar nur in begrenztem Rahmen möglich, wird jedoch in immer mehr Bereichen ausprobiert und angewandt. Hier wird es in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mit großer Wahrscheinlichkeit spannende sowie praktikable, aber auch beängstigende Entwicklungen geben. 

Im Anschluss hat Vanessa Weeke aus dem Programm „LebensWerte Kommune“ das Thema Digitalisierung in Kommunen vorgestellt. Darin ging es vor allem darum, die technischen Möglichkeiten, die Kommunen heutzutage zur Verfügung stehen, zu erkennen und zu nutzen. Nicht nur die Optionen selbst sollten thematisiert werden, sondern auch, was tatsächlich von den Kommunen genutzt wird. Jeder von uns hat bereits durch diverse Praktika ein entsprechendes Bild von den derzeitigen Entwicklungen erhaschen können. Dabei wird deutlich, dass viele Kommunen noch am Anfang moderner Arbeitsorganisation und der Nutzung technischer  Möglichkeiten stehen.

Weitere Informationen zu dem Projekt von Vanessa Weeke:

Im letzten Vortrag erläuterte Julia Held die Möglichkeiten von Social Media. Sie beschrieb insbesondere wie man die sozialen Medien sinnvoll und effektiv nutzen kann. Für jegliche Institutionen sei wichtig, gut vernetzt zu sein und seine Inhalte über unterschiedliche Kanäle und derer diversen Zielgruppen aufzubereiten.

Wie arbeiten die da, in der BSt?

Nach der Mittagspause ging es gestärkt weiter. Während einer Besichtigung der Räumlichkeiten der Stiftung, durften wir uns einen Eindruck der Arbeitsweisen der Mitarbeiter machen. Klassische Büroräume sind Vergangenheit, in einem Großprojekt wurden die Räumlichkeiten im Jahre 2017 auf Open-Space umgebaut. Es gibt zwar Einzelbüros, diese sind jedoch keinem Mitarbeiter direkt zugewiesen, sondern können nach Bedarf „besetzt“ werden. Auch der Großteil der Führungskräfte haben sich auf dieses Konzept eingelassen und sitzen, gemeinsam mit ihren Teams, auf der Fläche. Zudem gibt es weitere Projekträume, die bei Bedarf von bis zu vier Mitarbeitern genutzt werden können.

Ein interessanter Einblick, der aber bei den einzelnen Projektteilnehmern unterschiedliche Eindrücke hinterließ. Verschiedenste Gedanken schossen einem durch den Kopf. Auf der einen Seite Faszination, da Arbeit in dieser Form noch nie so erlebt wurde. Auf der anderen Seite aber auch Skepsis, weil es als sehr „neu“ erschien und Veränderungen mit sich bringt. Ferner gab es wenig Papier sowie keine Akten zu sehen. Papierloses Arbeiten wird hier großgeschrieben. Das auch derart umzusetzen, ist sicherlich für den einen oder anderen schwierig. Immerhin ist es manchmal einfacher, zu Stift und Papier zu greifen, um sich eine kleine Erinnerung zu notieren. 

Viele von uns fanden es sehr spektakulär zu sehen, wie fortschrittlich eine Institution aufgestellt sein kann. In dem Moment hatten sich die meisten Teilnehmer gewünscht, später auch so zu arbeiten. Begeisterung machte sich breit, weil diese Form von Arbeit das Zusammenarbeiten unter den Kollegen vereinfacht und auflockert. Die Hierarchien fließen ineinander über und somit kann Arbeit besser verrichtet werden. 

Andere Teilnehmer wurden durch die Büroaufteilung und das Arbeiten ohne Papier eher abgeschreckt. Jeden Morgen in sein eigenes Büro zu gehen, seine Blumen zu gießen und seinen Laptop zu starten, wäre dann ja auch nicht mehr möglich. Sie empfanden es als kühl und unpersönlich.

Egal, welchen Eindruck wir als SÜP-Gruppe gewonnen haben, jeder konnte für den eigenen Arbeitsalltag – sei es in der Hochschule oder im Berufsleben – Anregungen mitnehmen.

What´s next?

Im Anschluss an die Führung folgten dann die Präsentationen aller Projektgruppen. Alexandra Schmied und Julia Held gaben uns einige Anregungen und neue Ideen mit auf dem Weg, wie wir unsere Projekte gestalten könnten. Wir werden diesen Blog in den nächsten Montaren dazu nutzen, unsere Ergebnisse zu präsentieren.

 

Abschließend möchten wir uns noch für diesen tollen Tag bedanken. Wir haben viele Eindrücke, Informationen und Ideen sammeln können, die wir sicherlich auf die eine oder andere Art und Weise für unsere Projektgruppe verwenden können und werden.

Mit Dank und auf bald,
das Team von „Harz goes to New Work“

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