Der Begriff „Coworking“ ist mittlerweile in aller Munde und wird für unterschiedlichste Formen der Shared Workspaces und des Arbeitens an “anderen Orten“ verwendet. Der Kreativität der Angebote sind dabei kaum Grenzen gesetzt und Anbieter schießen allerorts aus dem Boden. Wir vom Team „Zukunft der Arbeit“ fanden, dass es daher Zeit ist, uns einen Überblick zu verschaffen und etwas zur Erforschung dieses Phänomens beizutragen. Aus diesem Grund haben wir Tobias Kremkau vom St. Oberholz gebeten, für uns aus seiner Sicht interessante neue Orte des Arbeitens zu identifizieren, zu besuchen und Interviews mit den Betreibern zu führen. Viele Reisen und einige Monate später liegt nun eine Sammlung spannender Eindrücke vor.

So vielfältig der Bedarf der arbeitenden Menschen ist, so kreativ sind die Angebote der ‚Neuen Orte des Arbeitens.

Tobias Kremkau, der bereits seit vielen Jahren die Szene genau beobachtet und immer wieder neue Orte und Menschen entdeckt, die nicht nur spannende Ideen haben, sondern diese auch erproben. Dreizehn dieser so entstandenen „Neuen Orte des Arbeitens“ stellen wir im Rahmen dieser Veröffentlichung vor und tragen gleichzeitig noch etwas etwas zur Begriffsklärung bei. Es entstehen nämlich nicht nur immer neue Orte, sondern auch neue Begriffe, mit denen sie bezeichnet werden.

Wie wir unterscheiden

Abb.: Tobias Kremkau, St. Oberholz (2020)

Die drei Kategorien

Aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausrichtungen werden die Interviews drei unterschiedlichen Kategorien zugeordnet:

Die Typen, die sich dem Oberbegriff „Büro“ zuordnen lassen, stellen alle eine Weiterentwicklung der bereits bekannten Bürolandschaften dar. Hier finden wir Berichte über das Münchner Mates, die Bürogemeinschaft L19 Prenzlauer Berg, das Mindspace Berlin und das Coconat.

Unter dem Begriff „Werkstatt“ finden sich solche Orte, die eine im weitesten Sinne handwerkliche Tätigkeit erlauben und Werkzeuge bzw. Technologien hierfür bereitstellen. Als Beispiele werden hier das Makerspace Erfurt, das Berufsbildungszentrum am Nord-Ostsee-Kanal sowie das Reparatur-Café des Wirtschaftsbüros Gaarden dargestellt.

Unter dem Dach „Dritte Orte“ berichtet Tobias Kremkau über seine Interviews im Blok O, im Wiener Cocoquadrat und Hotel Schani, im manko café + workspace und natürlich einer DB Lounge. Bei allen diesen Beispielen steht ein anderes Geschäftsmodell im Vordergrund und der „Shared Workspace“ tritt als sinnvolle Ergänzung hinzu.

Darstellung und Interviewreihe

Alle Interviews entstanden vor der Covid-19 Pandemie. Insofern wird kein Bezug auf die Auswirkungen dieser Krise in den Darstellungen genommen.

Wir haben auf eine Nachbefragung verzichtet, weil die Folgen der Krise auf die Darstellung der unterschiedlichen Modelle und Begrifflichkeiten keine Auswirkungen gehabt hätten. Inwieweit sich die Erfahrungen des Shutdowns und der Einführung von Abstandsregeln im betrieblichen Alltag auf die Entwicklung der „Neuen Orte des Arbeitens“ auswirkt und welche Bedeutung Shared Workspaces im ländlichen Raum entwickeln können, werden in einer anderen Studie untersucht, die wir mit der CoworkLand eG durchführen.

Diese Ergebnisse werden am 19. November vorgestellt. 

Zur Anmeldung bitte hier entlang. 

 

Neue Orte des Arbeitens
Neue Orte des Arbeitens
Der Begriff „Coworking“ ist mittlerweile in aller Munde und wird für unterschiedlichste Formen der Shared Work-spaces und des Arbeitens an “anderen Orten“ verwendet. Der Kreativität der Angebote sind dabei kaum Grenzen gesetzt und Anbieter schießen allerorts aus dem Boden. Wir vom Team „Zukunft der Arbeit“ fanden, dass es daher Zeit ist, uns einen Überblick zu verschaffen und etwas zur Erforschung dieses Phänomens beizutragen. Aus die-sem Grund haben wir Tobias Kremkau vom St. Oberholz gebeten, für uns aus seiner Sicht interessante neue Orte des Arbeitens zu identifizieren, zu besuchen und Interviews mit den Betreibern zu führen. Viele Reisen und einige Monate später liegt nun eine Sammlung spannender Eindrücke vor.
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